Gals/Le Landeron

Benediktinerkloster St. Johannsen

© Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Badri Redha

Das ehemalige Benediktinerkloster St. Johannsen – Archäologische Bauforschung und Denkmalpflege

Zur Veranstaltung
Der Archäologische Dienst des Kantons Bern und die kantonale Denkmalpflege laden zu einer Führung durch die Baugeschichte des einstigen Benediktinerklosters St. Johannsen ein. Heute ist die Abtei Teil eines Massnahmenzentrums des halboffenen Strafvollzugs – im Mittelalter war sie Stätte des Gebets und der Kontemplation. In den 1970er Jahren wurde St. Johannsen zum gefeierten Projekt der Denkmalpflege: Wegen Baufälligkeit hatte die gotische Klosterkirche in den 1960er Jahren abgetragen werden müssen; anschliessend entstand sie neu in alten Formen. Harmonisch verbindet der Neubau das auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinende Motto der diesjährigen Dekmaltage «Stein und Beton». Erhalt und Wiederaufbau sind hier auf gelungene Weise verknüpft.
Die Teilnehmenden können die Klostergebäude mit dem Museum zur Baugeschichte und die Werkstätten des Massnahmenzentrums im Rahmen von Führungen besichtigen und bei einem Imbiss im wiederhergestellten Kreuzgang verweilen.

Zur Baugeschichte
Gegründet wurde die Benediktinerabtei um 1100 von den Herren von Fenis, deren Stammsitz auf der benachbarten Hasenburg lag. Bald stieg das Kloster zum monastischen Zentrum des Seelandes auf. Die spätromanischen Gebäude waren in Sumpfland errichtet worden, einem schwierigen Baugrund. Trotz hölzerner Substruktion musste die Kirche bereits im 14. Jahrhundert durch einen gotischen Neubau ersetzt werden. Bald zeigten sich auch an diesem Kirchenbau Risse. 1961 war der Zustand derart bedrohlich geworden, dass das Bauwerk abgetragen werden musste. Das Kunsthistorische Seminar der Universität Bern nutzte damals die Gelegenheit, bauarchäologische Untersuchungen durchzuführen.

Samstag 8.9. und Sonntag 9.9.
10, 12, 14 und 16 Uhr Führungen auf Deutsch (Dauer ca. 1.30 Std.)
11 und 15 Uhr Führungen auf Französisch (Dauer ca. 1.30 Std.)

ÖV: Ab Le Landeron ca. 15-20 Min. Fussweg, Bus ab Bahnhof Le Landeron oder «Erlach, Post» bis Haltestelle «Johannsen»

Was: Führungen durch Volker Herrmann, Archäologe, Irène Bruneau, Kunsthistorikerin

Organisation: Archäologischer Dienst und Denkmalpflege des Kantons Bern

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