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  • Denkmaltag: Trotz Dauerregen Besucherrekord am «Tag zum Geniessen»

    Trotz Regen welch ein Andrang... Kleehof, Kirchberg.

    Gegen 70'000 Personen haben am 13. und 14. September 2008 vom vielseitigen Angebot des 15. Europäischen Tags des Denkmals profitiert. Damit wurde, trotz schlechten Wetters, der Rekord von 2006 (Gartenjahr) egalisiert; dazu haben auch die gleichzeitigen Feiern an drei Welterbestätten der UNESCO beigetragen. Die wichtigste Sensibilisierungskampagne auf dem Gebiet der Kulturgüter-Erhaltung in der Schweiz ermöglichte es Stätten des Genusses kennen zu lernen, an denen unser Land überaus reich ist. Bei der Bevölkerung stiessen die Möglichkeiten historische Hotels, traditionsreiche Wirtshäuser, Orte des Kulturlebens oder auch private Villen zu besuchen auf grosses Interesse.


    «Ein Tag zum Geniessen»: Unter diesem Motto luden landesweit 247 Orte zu über 900 ebenso genussreichen wie interessanten Veranstaltungen ein. Die Besucher konnten erleben, wie sehr Bauten und Räumlichkeiten, die zum Zweck des Genusses errichtet worden waren, unsere Kulturgeschichte prägen, von den Überresten aus der Steinzeit über die Pracht historischer Hotels bis zu Um- oder Neubauten der neuen Schweizer Architektur. Von allen Alters- und Gesellschaftsschichten wurde das Angebot rege wahrgenommen, das kulinarische, kulturelle und gebaute Erbe unseres Landes zu geniessen.


    Wie in vorigen Jahren erwiesen sich bestimmte Programmpunkte als Magnete von ganz besonderer Anziehungskraft in allen Landesteilen und für die ganze Bevölkerung. Heuer waren es die historischen Hotels, ob an abgelegenen Orten wie dem Bürgenstock oder La Ferrière im Berner Jura sowie in den Metropolen Basel, Genf, und Bern; in beiden letzteren Orten mussten viele Besucher sogar abgewiesen werden. Ganz ähnlich die Situation in privaten Anwesen, wie dem Landsitz Kleehof in Kirchberg (BE) mit 600 Besuchern oder in ehemaligen Zunftstuben, die heute als private Wohnzimmer dienen: Nicht selten vermochten sie all die Interessierten kaum zu fassen, mussten Gruppen aufgeteilt oder Führungen gleich mehrfach angeboten werden, um der Nachfrage einigermassen zu genügen – so etwa im Refektorium der Augustinermönche in Fribourg. Etwas besser war es an Genussorten, die für eine grosse Besucherschaft eingerichtet waren, wie Kino- oder Theatersäle. Auf grosse Resonanz stiess hier beispielsweise das von Max Bill entworfene und eingerichtete Cinevox in Neuhausen am Rheinfall (SH), wo zum Auftakt des Denkmaltages die Filmpremiere von «Max Bill – Das absolute Augenmass» aufgeführt wurde. Gegen 200 Personen liessen hier die grosse Kinozeit des Ortes noch einmal erahnen. Im Kanton Aargau fanden sich viele Familien zum «Genuss im römischen Militärlager» in Windisch ein und auch in Baden waren die Besucher zahlreich; der Workshop zu historischen Essgewohnheiten auf Schloss Wildegg war gar schon seit Wochen ausgebucht. Im zürcherischen Meilen, wo fast das ganze Dorf den Tag mitfeierte, wurden 1000 Besucher verzeichnet, in Winterthur-Wülflingen gar weit über 2000, die sich für Geschichte und Geschichten des Stadtteils interessierten. Veranstaltungen unter freien Himmel wurden dagegen ein Opfer der nasskalten Witterung. Die Besucherzahlen wären noch deutlich höher, wenn am diesjährigen Denkmaltag auch das Wetter zum Geniessen gewesen wäre. Vertreterinnen und Vertreter von Denkmalpflege und Archäologie nutzten dabei die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass diese Schönheit aber auch ihren Preis hat.


    Die Veranstaltungen an Orten, die als UNESCO-Welterbe ausgezeichnet sind (Altstadt von Bern, Albula- und Berninalinien der Rhätischen Bahn und das Kloster St. Johann in Müstair) waren ebenfalls ausgesprochen erfolgreich. Die offenen Türen in der Berner Altstadt zogen mehr als 10'000 Besucher an, die Rhätische Bahne zählte an Freitag und Samstag schon etliche tausend Gäste und das Kloster St. Johann in Müstair gut 200 Besucher.
    Der nächste Europäische Tag des Denkmals in der Schweiz findet am 12./13. September 2009 statt und lädt zu Kulturgütern am Wasser ein.

     

    Bild: Theo Aemmer/NIKE

     

    Medienmitteilung als PDF

     

     

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