Themen der Europäischen Tage des Denkmals 2011 - 2015
2011
Europäische Tage des Denkmals 10. | 11. September 2011
Ungewöhnliche Denkmale
Eine Entdeckungsreise in die Welt der ungewöhnliche Denkmale. Die Schweiz als Land der Tunnels, Stollen und unterirdischen Militäranlagen ist reich an wertvollen Kulturgütern unter Tag. Nicht zuletzt gewährt «ungewöhnliche Denkmale» auch Einblicke in das – archäologische – Archiv des Bodens, in Krypten, Kellern und Magazinen und macht selbst vor Kanalisationen nicht Halt.
2012
Europäische Tage des Denkmals 8. | 9. September 2012
Tragwerk und Verkleidung – Stein und Beton
Zivilisation ist auf Stein gebaut. Dieses harte, witterungsbeständige Naturmaterial dient als Rohstoff für Mauern und Fundamente. Zunächst wurde Stein oft zusammen mit betonähnlichen Mörtelgemischen verwendet, um seine Qualitäten noch wirksamer zu nutzen. Im 19. Jahrhundert dann wurde das Erzeugnis des Steinbruchs als fundamentaler Bestandteil jeglichen Mauerwerks weitgehend durch neue und schnellhärtende Betongemische abgelöst. Heute stehen moderne Betonbauten neben alten Steingemäuern und gehen oft spannungsvolle Symbiosen ein, denn eines haben beide Baustoffe gemeinsam: Sie überdauern die Zeit – und werden damit zum Träger vergangener Kultur.
2013
Europäische Tage des Denkmals 7. | 8. September 2013
Feuer und Licht
Feuer erweist sich, seit der Mensch es sich nutzbar machte, als Element mit zwei Gesichtern. Glaubte man seiner Herr zu sein, so zeigte es einem stets die Grenzen der Beherrschung der Natur auf. Zahlreiche Feuersbrünste haben sich in die kollektive Erinnerung der Menschen eingebrannt. Vor allem aber ist die Kontrolle des Feuers einer der grossen entwicklungsgeschichtlichen Schritte des Menschen. Sie erst machte viele zivilisatorische Errungenschaften möglich: etwa die Herstellung von Keramik und Glas oder die Gewinnung und Verarbeitung von Metallen. In der neuzeitlichen Entwicklung von ausgefeilten Heizsystemen über den Küchenherd bis zur Beleuchtung der menschlichen Lebensräume bleibt das Feuer ein bestimmendes Element in der kulturellen Geschichte des Menschen.
2014
Europäische Tage des Denkmals 13. | 14. September 2014
Küche und Nahrungsmittel
Ob Familienküche, Feldküche, oder Speisewagen auf Schienen, die Küche war und ist stets ein zentraler Ort des menschlichen Alltags. Begegnungszone und Raum der Gemeinschaft, aber auch Zeuge des technischen Fortschritts oder Statussymbol. Ob zentralisierte Grossküchen in vor- und nachchristlichen Jahrhunderten, ob privater Rückzugs- und Lebensraum der Familie – die Küche durchlebte mannigfaltige Veränderungen und mit zunehmender Globalisierung der europäischen Gesellschaften und dem Import von «Colonial-Waren» aus fernen Ländern wurde sie auch Schauplatz der Erweiterung des kulturellen Horizonts.
2015
Europäische Tage des Denkmals 12. | 13. September 2015
Austausch – Einfluss
Der Mensch ist ein Wesen, das den Austausch mit anderen pflegt, die Kommunikation von Waren und Wissen war stets ein wesentlicher Teil der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Menschheit. Aber der Import und Export von materiellen Gütern ist weit vielschichtiger als der blosse Warenaustausch nach wirtschaftlichen Interessen. Mit den Waren gelangten auch Ideen in andere Kulturkreise. Die handelnden Länder beeinflussten sich auch kulturell und geistig. So zeigen sich noch heute in vielen Städten die Einflüsse anderer Kulturen und in manchen Kulturgütern fremde Stile. Aus dem Blickwinkel des Handels betrachtet, präsentiert sich Kultur als schillerndes Kaleidoskop verschiedenster Einflüsse und Impulse. Kultur entsteht in einem ständigen Prozess des Dialogs und der Auseinandersetzung. Die eigene Kultur ist damit immer auch eine Kultur des Anderen, des Fremden.
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